NEWS

TALKS

Belinda Grace Gardner: 

Im Ausnahmezustand. Festhalten des Flüchtigen im Dauerspektakel beschleunigter Bilderfluten

(10.07.2020, Sektion 2, Vanitas in Popkultur und Künsten)

 

Vortrag im Rahmen der Online-Tagung „Vanitas und Gesellschaft“, Hamburg (09.-10.07.2020)

 

Zur gesellschaftlichen und kulturellen Reflexion von Gegenwart lässt sich in unterschiedlichen Diskursfeldern wiederholt eine Bezugnahme auf das Motiv der ‚Vanitas‘ (Vergänglichkeit) feststellen. In Künsten, Popkultur und gesellschaftlichen Debatten wird es für kulturkritische Diagnosen eingesetzt. Aktualisiert werden Reflexionen über die Todesverfallenheit menschlichen Lebens, über Dekadenz und Eitelkeit oder das vergebliche Streben nach Glück, aber es kommen auch neue Themenfelder wie etwa Klimawandel oder Transhumanismus hinzu. Die Tagung „Vanitas und Gesellschaft“ wird im Rahmen des von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten, interdisziplinären Forschungsprojekts Vanitas in den Künsten der Gegenwart veranstaltet, das seit 2019 unter Leitung von Prof. Dr. Claudia Benthien von der Universität Hamburg und Prof. Dr. Victoria von Flemming von der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig durchgeführt wird.

 

https://www.slm.uni-hamburg.de/germanistik/forschung/forschungsprojekte/vanitas.html

 

https://www.slm.uni-hamburg.de/germanistik/forschung/forschungsprojekte/vanitas/forschungstagung/downloads/tagungsprogramm-vanitas-und-gesellschaft-dina3.pdf

 

Dr. Belinda Grace Gardner:

Dauer des Ephemeren. Teresa Margolles' existenzielle Spurensicherung

 

Zwei Vorträge

Warburg-Haus, Hamburg, 03.12.2019

 

 

»Dauer des Ephemeren. Teresa Margolles‘ existenzielle Spurensicherung« und »Dieter Roths „Schimmelmuseum“ zwischen Installation und musealer Selbstinszenierung«

Belinda Grace Gardner (Hamburg) und Dirk Dobke (Hamburg)

 

Veranstalter:

Uwe Fleckner und Ina Jessen

Kunstgeschichtliches Seminar

Universität Hamburg

 

Die Fragilität des menschlichen Daseins ist ein Leitthema des ephemeren Werks von Teresa Margolles (*1963 in Culiacán, Sinaloa). Die mexikanische Künstlerin verlegt die Vanitas in den Hades der gerichtsmedizinischen Abteilungen von Mexico City. Ihre feinstofflichen, zutiefst politischen Memento mori gedenken den namenlosen Toten, die in Mexikos Hauptstadt und in anderen Metropolen des Landes in hoher Zahl gewaltsam ums Leben kommen. In ihren Installationen und Skulpturen setzt Margolles symbolisch das Wasser ein, das bei der Waschung der Toten im Obduktionssaal Verwendung findet. Dunst und Seifenblasen werden zu immateriellen Medien der "Transsubstantiation" mittels derer die Körper der Verstorbenen in die Welt der Lebenden hineingetragen werden. In ihren Bildern jenseits der Bilder transzendiert Margolles die Grenze zwischen Leben und Tod und sichert die Spuren der Abwesenden vor dem restlosen Verschwinden.

 

http://www.warburg-haus.de/wp-content/uploads/2019/10/Ankündigung-Gardner-und-Dobke.pdf

Dr. Belinda Grace Gardner:

Alchemie der Empathie: Edith Dekyndts politisch-poetische Prozesskunst

Vortrag, 18.08.2020,

Kunsthaus Hamburg

 

Anlässlich der Ausstellung: Edith Dekyndt. The White, The Black, The Blue im Kunsthaus Hamburg spricht Dr. Belinda Grace Gardner (Kunstwissenschaftlerin, Hamburg) über die Transformationsprozesse des Ephemeren in Edith Dekyndts Arbeit.

https://kunsthaushamburg.de/finissage-mit-kurzvortrag-von-dr-belinda-grace-gardner/

 

PlACES

MANIFESTA 13, Marseille

 

28. 08. – 29.11.2020

 

Manifesta 13 Marseille is the 13th edition of the world’s only nomadic biennial with its first ever edition in France in 2020. Its programme is divided into three different, yet connected, programmes that have been created over the past two years.

 

Traits d’union.s, the central biennial programme conceptualised and brought together by Manifesta’s Artistic Team comprised of three outstanding practitioners in their fields of contemporary art and architecture. Traits d’union.s consists of 6 plots that will unfold one after another between the 28th of August until the 9th of October from which point they can be viewed concurrently until the 29th of November 2020.

 

https://manifesta13.org